26.11.2009

Fränkischer Serviettkloß

Heute möcht ich euch das Orginalrezept aus Franken vorstellen und auch zeigen, wie ich das mache. Zuerst einmal braucht man altbackene Brötchen. Die fallen bei uns immer mal wieder an, weil zum Beispiel eins übrigbleibt. Das wird dann aufgehoben, bis ich mal wieder Serviettkloß mache. Die können also richtig steinhart sein, kein Problem. Egal ist auch, ob es ein Vollkornbrötchen, Mohnzopf oder eine Scheibe Brot ist, alles wird verwendet:

Die Brötchen schneide ich in Würfel und gebe sie in eine ausreichend große Schüssel.

Dann lasse ich etwas *hust* Butter in einer Pfanne schmelzen und gebe gewürfelte Zwiebeln dazu und lasse sie glasig werden.



Dann gieße ich mit Milch auf und lasse sie heiß werden. Wenn sie heiß ist, gieße ich sie über die Brötchenwürfel.



Dann mit Salz und Muskat (traditionell gehört noch Petersilie dazu - war aber aus bei mir) ordentlich würzen vermischen. Es muß soviel Milch sein, dass sich alle Brotwürfel damit vollsaugen können. Nachdem alles etwas abgekühlt ist, kommen Eier dazu. Faustregel: Pro Brötchen ein Ei. Jetzt nochmal gut durchmischen. Wenn jetzt alles zu flüssig ist, kann man noch Semmelbrösel dazugeben. So soll der Teig dann aussehen:

Dann brauch man ein frische gewaschenes, nicht weichgespültes oder gestärktes Geschirrtuch (früher: Serviette - hab ich aber nicht zuhause sowas) und wickelt den Teig darin ein:

So, gleich haben wirs geschafft. Jetzt das Schätzchen in leicht siedendes Wasser einlegen. So:

und je nach Größe (die Beiden waren für 45 Minuten im Wasser) fertiggaren lassen. Dann heraussheben und unbedingt im Geschirrtuch noch fünf Minuten ruhen lassen, sonst gibt es eine Sauerei, weil der Teig am Stoff festklebt. Dann aufschneiden und Voila:

Dazu gibt es bei mir Schweinebraten mit meiner supergeilen, leckeren Soße und Blaukraut oder Wirsing.
Außerdem sieht danach die Küche aus wie Sau, und gegessen ist alles in 20 Minuten.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

das ist ja eine schöne leicht nachzumachende beschreibung für serviettenknödel. die würde ich ja gerne mal nachmachen, aber ich möchte keine riesensauerei in meiner küche *schmunzel*

liebe grüße von moorhexe

Seifenmadam hat gesagt…

Huhuu,

mmhh lecker, ich werde dieses tolle Rp. auf jeden Fall ausprobieren, ich esse diese Knödel für mein Leben gerne ;-)

Danke !

LG Seifenmadam

Dörte hat gesagt…

hmmmm, lecker, glaube, das wird meine Beilage am Sonntag!
Danke für das super Rezept, manchmal lesen sich die Rezepte in den Büchern sooo komliziert.

liebe Grüße Dörte

Stemmel hat gesagt…

Oh, kommst Du aus Franken? Wie sieht es aus mit einem Original Schäuferla?

Ich mag ja lieber 'rohe Klies', der Serviettkloß ist bei mir nicht so beliebt.

LG
Dagmar